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	Kommentare zu: Rebell mit einem Grund	</title>
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	<description>Helmut Hostnig&#039;s Panopticum</description>
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		<title>
		Von: Helmut Hostnig		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Helmut Hostnig]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jul 2016 13:22:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Liebe San_Day. Herzlichen Dank für die berührende Geschichte, die mir zeigt, mit wie wenig Verständnis oft Erwachsene in allen Kulturkreisen mit der Empathie ihrer eigenen Kinder zur Natur umgehen. Jetzt eine Frage an dich: Könntest du mir diese Geschichte auch als Audiofile zukommen lassen? Ich würde sie gerne ins Netz stellen. Wer weiß? Vielleicht bekomme ich noch mehr solcher Geschichten, um einen größeren Beitrag daraus zu machen.
Noch einmal herzlichen Dank.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe San_Day. Herzlichen Dank für die berührende Geschichte, die mir zeigt, mit wie wenig Verständnis oft Erwachsene in allen Kulturkreisen mit der Empathie ihrer eigenen Kinder zur Natur umgehen. Jetzt eine Frage an dich: Könntest du mir diese Geschichte auch als Audiofile zukommen lassen? Ich würde sie gerne ins Netz stellen. Wer weiß? Vielleicht bekomme ich noch mehr solcher Geschichten, um einen größeren Beitrag daraus zu machen.<br />
Noch einmal herzlichen Dank.</p>
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		<title>
		Von: San-Day		</title>
		<link>https://hostnig.at/2016/07/rebell-mit-einem-grund/#comment-453</link>

		<dc:creator><![CDATA[San-Day]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jul 2016 08:29:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Danke fürs erinnern ans Erinnern.
Daran erinnere ich mich:
Frankreich, Schüleraustausch auf dem Land. Heimelig war es, große Bol mit Milchkaffee am Morgen, 2 Kinder, die Eltern, die Großeltern und ein kleiner Hof mit wenigen Tieren. Es war mein erster Schüleraustausch. Wie alt ich war, ich weiß es nicht mehr sicher. 12 Jahre denke ich. Die Kinder führten mich herum, stellten mir alle Tiere mit Namen vor. Am Hasenstall, hoben sie mir lächelnd Lilou in den Arm. Eine kleine Hasendame mit schwarzen runden Fellringen um die Augen und langen schwarzen Ohren die sich vom weißen Fell absetzten. Jeden Tag sah ich nach ihr und schloss sie ins Herz. Die Tage vergingen, es wurde Ostern und man setze sich an den Tisch für ein Festmahl. Töpfe wurden aufgetragen und ich fragte nach, was es denn war, das da in der Soße schwamm.
&quot;Lilou&quot;, bekam ich vom Stimmenchor am Tisch mitgeteilt.
Da schwamm sie, zur Unkenntlichkeit zerkocht, ohne schwarz und weiß in der Tunke. Mir schwammen die Augen, Niemand hatte mir gesagt, dass die Tiere mit den wunderschönen Namen hier auf den Tisch kommen.
Ich legte das Besteck auf den Tisch und teilte mit, dass ich Lilou auf keinen Fall essen werde. Unverständnis stand im Raum, sie lachten mich aus, zogen mich auf und ich empfand es auf ein Mal nicht mehr heimelig. Dennoch mein Besteck blieb liegen und gegen alles Kopfschütteln blieb ich stur.
Auch wenn ich nun viele Jahre später viel besser verstehe, wie unterschiedlich die Sitten an den Tischen dieser Welt sein können.
Ich bin dankbar, dass ich damals so gehandelt habe.
Vielleicht hat es mich den Schock leichter verkraften lassen, mit dem Wissen ich habe meine Prinzipien in eben genau diesem Moment einmal nicht über den Haufen geworfen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Danke fürs erinnern ans Erinnern.<br />
Daran erinnere ich mich:<br />
Frankreich, Schüleraustausch auf dem Land. Heimelig war es, große Bol mit Milchkaffee am Morgen, 2 Kinder, die Eltern, die Großeltern und ein kleiner Hof mit wenigen Tieren. Es war mein erster Schüleraustausch. Wie alt ich war, ich weiß es nicht mehr sicher. 12 Jahre denke ich. Die Kinder führten mich herum, stellten mir alle Tiere mit Namen vor. Am Hasenstall, hoben sie mir lächelnd Lilou in den Arm. Eine kleine Hasendame mit schwarzen runden Fellringen um die Augen und langen schwarzen Ohren die sich vom weißen Fell absetzten. Jeden Tag sah ich nach ihr und schloss sie ins Herz. Die Tage vergingen, es wurde Ostern und man setze sich an den Tisch für ein Festmahl. Töpfe wurden aufgetragen und ich fragte nach, was es denn war, das da in der Soße schwamm.<br />
&#8222;Lilou&#8220;, bekam ich vom Stimmenchor am Tisch mitgeteilt.<br />
Da schwamm sie, zur Unkenntlichkeit zerkocht, ohne schwarz und weiß in der Tunke. Mir schwammen die Augen, Niemand hatte mir gesagt, dass die Tiere mit den wunderschönen Namen hier auf den Tisch kommen.<br />
Ich legte das Besteck auf den Tisch und teilte mit, dass ich Lilou auf keinen Fall essen werde. Unverständnis stand im Raum, sie lachten mich aus, zogen mich auf und ich empfand es auf ein Mal nicht mehr heimelig. Dennoch mein Besteck blieb liegen und gegen alles Kopfschütteln blieb ich stur.<br />
Auch wenn ich nun viele Jahre später viel besser verstehe, wie unterschiedlich die Sitten an den Tischen dieser Welt sein können.<br />
Ich bin dankbar, dass ich damals so gehandelt habe.<br />
Vielleicht hat es mich den Schock leichter verkraften lassen, mit dem Wissen ich habe meine Prinzipien in eben genau diesem Moment einmal nicht über den Haufen geworfen.</p>
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