Abreise

Nun trennen mich nur noch 24 Stunden von meinem ersten Reiseziel. Der Rucksack ist gepackt. Mit Stativ, Kameratasche und Rucksack, Gürtel- und Achseltasche ein wandelnder Multimedia-Rucksackproduzent oder sicherer Jackpot in Gegenden, wo 30 € ein Monatseinkommen darstellen. Diese Ängste können nur mit Gottvertrauen und Gutgläubigkeit – andere nennen es Naivität – besiegt werden. Wenn man alles bedenken wollte, was auf einer Reise geschehen kann, würde man sie wohl nicht unternehmen.

Auf die Frage, warum ich diese Reise machen will, würde ich so antworten:

  • Ich möchte noch einmal und immer wieder in andere Welten eintauchen, bevor ich aus biologisch bedingten Gründen dazu nicht mehr imstande bin.
  • Ich möchte – begleitet von euren guten Wünschen – das Beobachtete und Erlebte mit euch teilen
  • Ich möchte nach Verlust der mir vertrauten Koordinaten mich wieder neu erfinden
  • Ich möchte meinen Bruder und meine Nichten in ihren Lebenswelten besuchen
  • Ich möchte nach 30 Jahren meine Freunde in Chile wieder sehen
  • Ich möchte nicht als Tourist reisen, sondern mich mit meiner Kamera als Beobachter einmischen
  • Kurz: Ich möchte den Pensionsschock hinauszögern, bedanke mich bei euch für euren Beistand
    und wünsche euch einen wunderschönen Herbst. Werde mich bemühen, den Blog so aktuell wie möglich zu halten.

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