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Vom Bloggen auf Reisen

Habe eben eine Seite gefunden, die ueber das Schreiben von Blogs resuemiert. Empfehlenswert. Auch ich will mir ein paar Gedanken und Tipps erlauben.

Haette nicht gedacht, dass es so dermassen zeitaufwendig und mit soviel Schwierigkeiten verbunden sein wuerde, einen Reisebericht mit Hilfe der Web2.0 Technologie zu verfassen und beinahe taeglich auf neuesten Stand zu bringen. Warum habe ich mir das angetan? Auf diese Frage gebe ich mir folgende Antworten:

  • Die Mischform aus Journalismus und Tagebuch, ein Schreiben, das beiden nicht wirklich gerecht wird, aber den Leser ueber Hyperlinks, Blogrolls und Feeds einmal vom Text weg und so maeandernd wieder zurueck fuehrt, ist nur im Internet moeglich
  • Der etwas eitle Wunsch gelesen zu werden und sich ueber die Zahl der taeglichen Aufrufe zu freuen, kann Ziel und Motiv sein, ein Weblog zu betreiben, mir aber diente der ins Netz gestellte Reisebericht vor allem der taeglichen Selbstreflexion ueber Gesehenes und Erlebtes, aber auch als Gedaechtnisstuetze fuer das noch zu verarbeitende auf der Reise gesammelte Video- und Audiomaterial
  • Die virtuelle Begleitung durch Leser und ihre Kommentare gibt mir als Autor des Blogs das nicht zu vernachlaessigende Gefuehl, stellvertretend untwegs zu sein und daher keine Muehen zu scheuen, sie mit meinen Augen das sehen und erleben zu lassen, woran sie aus mannigfaltigsten Gruenden gehindert sind

Was aber sind und waren die Schwierigkeiten reisend einen Blog zu betreiben?

  1. Obwohl es wohl kaum mehr einen Ort auf der Erde ohne Internetzugang gibt, muss man sich ueberall auf die dort vorhandene Softwareausstattung und mit ihr auf die Tabulatur und Sprache einstellen. Sich mit ihr vertraut zu machen, kostet Zeit und vor allem Geld. Abhaengig davon, ob ich mich in irgendeinem Kaff oder Tourismuszentrum aufhalte, pendeln die Preise zwischen weniger als 50 Cent fuer die Stunde bis manchmal ueber einen Euro.
  2. Einen Bericht mit 30 Fotos, die zuerst einmal wegen der hohen Aufloesung webtauglich gemacht werden muessen, zu schreiben, ist ziemlich zeitaufwendig – und manchmal auch ziemlich stressig, da Internetcafes vor allem in kleineren Orten haeufig ein Treffpunkt fuer  Jugendliche sind, die gemeinsam chatten, lautstark skypen oder ihre Ballerspiele spielen.
  3. Nachdem es wegen der fehlenden Administratorrechte nicht moeglich ist, Programme wie Pixelresizer zu installieren und die Computer in Internetcafes nur die Gndausstattung kennen, muss zuerst einmal ein Standalone gefunden werden, das die Fotos webtauglich macht. Da schlage ich PhotoResize vor, das es moeglich macht – auf einem Stick abrufbar – die Fotos in alle nur denkbaren Groessen zu konvertieren. Man ueberschreibe einfach die exeDatei mit dem gewuenschten Format – zB. PhotoResize460.exe – und – je nach Geschwindigkeit der Rechner – sind sie blogtauglich und koennen importiert werden.
  4. Die Geschwindigkeit der Rechner stellt oft ein grosses Problem beim Importieren von Fotos und deren Speicherung dar. So vergehen oft viele Stunden, bis die Seite fertig ist. Zeit, die man vielleicht anders haette verbringen koennen. Ist schon richtig. Oft aber hatte ich das Gefuehl, fuer neue Endruecke erst wieder bereit zu sein, wenn die alten verarbeitet waren. Auch unser Hirn kennt wie der Computer Aufnahme ud Speicherkapazitaet, und oft muss auf der Printplatte erst wieder Raum geschaffen werden, um fuer Neues empfaenglich zu sein.

Mich jedenfalls hat die Zeit nicht gereut und ich moechte an dieser Stelle mich noch einmal bei all meinen Lesern dafuer bedanken, dass sie mich -manche vielleicht nur punktuell auf meiner Seite besucht, viele mich ermuntert und virtuell begleitet haben.

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