Interview mit Petros Konstantinou

P1130244Heute ist mein letzter Tag in Athen nach einer Woche intensiver Recherchen und Gesprächen, die ich nicht nur mit Aktivisten diverser Initiativen und sozialer Bewegungen, sondern auch mit etlichen Menschen von der Straße geführt habe, wenn immer sich Gelegenheit dafür bot. Dabei hatte ich das Glück, von meinem Freund, Mikalis, den ich bei einer internationalen Friedensmission im Irak vor Ausbruch des dritten Golfkrieges im März 2003 kennen und schätzen gelernt habe, mithilfe seiner Verbindungen unterstützt worden zu sein. Zeit also für ein Resumee, zu dem mir das Interview mit Petros Konstantinou, gewählter Berater der Athener Stadtverwaltung,  verholfen hat.

P1130242Ich traf ihn in seinem Büro im Zentrum Athens. Er war so freundlich, mir eine halbe Stunde seiner   spärlich bemessenen Zeit für eine politische  Analyse der Situation in Griechenland aus seiner Sicht zu opfern. Ohne die faschistische Organisation „Goldene Morgenröte“ namentlich zu nennen, die Kollaborateure bis hinauf in die Regierungsspitze findet, spricht er von der Notwendigkeit des Kampfes gegen P1130241die Legalisierung von Rassismus, die tägliche Hetze gegen die Immigranten, den Ausverkauf des Landes und die schamlose Ausplünderung des griechischen Volkes durch die Austeritätspolitik von Troika, IWF und EZB und plädiert wie Alexis Tsipras, Chef der linken griechischen Oppositionspartei Syriza, welche die Europawahlen gewonnen hat, für einen Schuldenschnitt. Er rechnet damit, dass das Linksbündnis die nächsten Wahlen gewinnen wird.

P1130243Petros Konstantinou, councelor of Athens municipality, coordinator of KEEFRA, movement against racism and fascist threat:

 

1 Comment
  • chb
    Posted at 10:17h, 18 Juni Antworten

    Ergänzend zu deinen Berichten aus Griechenland ein Verweis auf die deutschsprachige webseite http://www.griechenland-solidaritaet.de/ . Hier wird über den aktuellen Kampf der griechischen Stahlarbeiter (-Innen ?) berichtet. Ein Streik wurde vom Gericht als illegal bezeichnet. „Die Richterin ging so weit, dass sie die „kollektive Schuldverantwortung“ angewendet hat. Damit werden elementare demokratische Rechte außer Kraft gesetzt. „

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