Krakau in der Steiermark

Echt. Wild. Romantisch. Die beste Luft Österreichs. So wird die Krakau in der Steiermark beworben. Erholungsbedürftige mit Organneurosen, vegetativen Erschöpfungszuständen, Altersdiabetes und Schlaflosigkeit finden hier heilsame klimatische Bedingungen. Selbst die Hausstaubmilbe wurde hier nicht heimisch. Slawen und Bayern waren die ersten, die diese paradiesische Gegend an der Südseite der Schladminger Tauern besiedelt haben. Beinahe selbstverliebt spiegeln sich hier die Steinriesen und Wälder in den kristallklaren Bergseen des Etrach-, Schatten- oder Prebersee’s. Hier sollte man tegazn. Tegazn heißt hier trödeln und sich Zeit lassen. Würzige Luft, azurblauer Himmel, eine Fülle von gut ausgeschilderten Wanderwegen, duftende Nadelwälder, Moore und saftige Wiesen mit faulen Kühen, alte Bauernhöfe und  viele Gasthöfe laden zum Bleiben oder zumindest zum Verweilen ein. Krakauebene, Krakaudorf, Krakauhintermühlen und Krakauschatten: Es ist überall schön dort. Die freundlichen Leute machen uns den Abschied schwer. Nachdem wir den Günster Wasserfall erklommen haben, verwöhnt uns eine Oma mit einem selbstgebackenen Striezel und Heidelbeermarmelade. Weil sie uns so gut schmeckt, gibt sie uns das aufgemachte Marmeladeglas gleich mit.

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