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Gendertalks zum K(r)ampf mit der Ehre

Romeo Bissuti – Obmann des Vereins Männer gegen Gewalt an Frauen von White ribbon: Österreich lud zu einem gut besuchten Gendertalk im Amerlinghaus Wien. Ich habe dort drei Vorträgen gelauscht und sie aufgezeichnet. Allesamt Beiträge zu einer emanzipatorischen Arbeit mit Burschen und Vätern im Kontext sogenannter Ehrkulturen.
Ausstrahlung auf Orange 94.0 am 18.+19.+20. Januar, jeweils um 16 Uhr
Den Anfang machte Prof. Paul Scheiblhofer (im Bild rechts) von der Uni Innsbruck. Sein Schwerpunkt ist die kritische Männlichkeitsforschung. Der erste Vortrag, der sich kritisch mit fremder Männlichkeit befasst, hat mich angeregt über meine Vorurteile nachzudenken.
Im zweiten Vortrag sprach Yilmaz Burak  (Bildmitte) von seinen ganz persönlichen Erfahrungen mit muslimischen Jugendlichen aus dem Raum Duisburg, wo er das aus Berlin und Köln kopierte HeRoes Projekt leitet. Auch auf Youtube machen diese Jugendlichen klar, dass sie mit Sexismus im Namen der Ehre nichts am Hut haben und sich aus diesen patriarchalen Rollen befreien wollen. Leider blieb keine Zeit meine Erfahrungen in der Arbeit mit Jugendlichen mit ihm zu teilen.
Im dritten Beitrag sprach Prof. Michael Tunc von der Hochschule in Darmstadt über interkulturelle Väterarbeit und  (inter)nationale Forschungsergebnisse zum Thema. Sein Vortrag problematisiert, dass Väter mit Migrationshintergrund entweder in deutschsprachigen Diskursen über fürsorgliche Väterlichkeit fehlen oder häufig Gegenstand ethnisierter und/oder religionisierter Diskurse sind. Ihnen würde fürsorgliche Väterlichkeit kaum zugetraut.
 

4 Comments
  • Miriam Waldbach
    Posted at 19:55h, 14 Dezember Antworten

    Das Thema finde ich interessant.

    • Helmut Hostnig
      Posted at 22:24h, 14 Dezember Antworten

      Liebe Miriam. Ja, fand ich auch. Werde dran bleiben. Plane eine kleine Reportage zur Arbeit mit Jugendlichen in Gefängnissen. Danke fürs Kommentieren

  • Manfred Voita
    Posted at 19:12h, 14 Dezember Antworten

    Den ersten Vortrag habe ich gerade gehört. Ein Professor, der eine Sprache spricht, die den Zuhörer nicht gleich ausschließt, das ist schon mal positiv. Seine Analyse kann ich teilen, seine Lösungsansätze sind mir zu vage, vielleicht habe ich sie auch nicht gut genug verstanden.

    • Helmut Hostnig
      Posted at 22:22h, 14 Dezember Antworten

      Lieber Manfred
      Du hast recht. Yilmaz Burak bot Lösungsansätze. Danke fürs Folgen und liebe Grüße

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