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Georgiritt in Kösslwang

Schon einmal was von Georgiritt gehört? Am weißen Sonntag in Kösslwang, eine kleine Gemeinde in Oberösterreich. Es ist der erste Sonntag nach Ostern. Ein bisschen windig, aber ohne Regen, obwohl er angekündigt war. Eine kleine gotische Kirche zwischen Kukuruz- und Rapsfeldern. Schöner Blick auf  die  noch immer schneetragenden Gebirgsstöcke des Salzkammerguts mit ihrem weithin sichtbaren Wächter „Traunstein“.  Dem heiligen Georg geweiht. Angeblich unter Diokletian um 300 n.Chr. gerädert, weil er trotz grausamer Folter an seinem Glauben festhielt. Übrigens Schutzpatron ganz Englands seit Richard Löwenherz. Der Georgiritt ist ein uraltes Brauchtum, das in Bayern, Salzburg und Oberösterreich gepflegt wird. Zum Gedenktag findet jährlich eine Wallfahrt mit festlich geschmückten Pferden und Wagen statt, die mit ihren Reitern die Kirche zwei Mal umrunden und vom Pfarrer der Gemeinde gesegnet werden. Gelegenheit auch für die männlichen Messbesucher, sich in regionaler Tracht oder ordengeschmückter Uniform von örtlicher Blaskapelle oder Feuerwehr zu zeigen. Für die Mädchen und verheirateten Frauen, ihre Goldhauben und bodenlangen Seidenkleider zu tragen, deren Anfertigung bis zu 300 Arbeitsstunden in Anspruch nehmen.

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