Lockland im timeout

400.000 Seeleute durften aufgrund der Reiserestriktionen monatelang nicht an Land. UNO und Papst haben an die Regierungen appelliert, schneller Lösungen zu finden. Auch die Logistikketten der Containerschifffahrt kamen ins Stocken. Die Auswirkungen sind bis heute spürbar.

400.000 Seeleute auf ihren Schiffen gefangen!“ Schlagzeilen wie diese haben mich zu dem Hörspiel inspiriert. Dabei ging es mir neben den Arbeits-bedingungen auf Cargoschiffen vor allem um die akustische Umsetzung einer Pandemie-Situation, die wegen der räumlichen Beengtheit, wie sie auf Schiffen herrscht, für Seeleute noch um Vieles herausfordernder war und ist, als für uns Menschen an Land.

Das Hörspiel erzählt die fiktive Geschichte eines Seereisenden, der in Rotterdam auf einem Cargoschiff als Hilfsmaat mit dem Vorhaben angeheuert hat, in Shanghai von Bord zu gehen, um China zu bereisen. Sein Vorhaben scheitert, da er in Shanghai nicht an Land gehen und das Schiff nach Ausbruch einer Seuche in keinem Hafen mehr anlegen darf.

Da es in Zeiten der Pandemie nicht erlaubt war, mit mehreren Personen gleichzeitig Aufnahmen zu machen, musste ich alle Protagonisten mehrmals einzeln aufsuchen. Es sind keine professionellen Sprecherstimmen, leben aber von ihrer Authentizität und Originalität. Die frontale Aufnahmesituation kam der Regieintention entgegen, da eine Pandemie die Kommunikation insofern einschränkt, da keine Dialoge mit mehreren in einem Raum möglich sind.

Die Kabinengeräusche und Atmos stammen aus einer Überseefahrt auf einem Hochseeliner. Die Ziehorgel spielt der Vater meiner Lebensgefährtin.

Am 17. August hat es einen Sendeplatz auf Orange 94.0 gefunden.

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