Collagen

Ein Foto sehen, ein Bild, sei es figurativ oder abstrakt, aus der Zeitung, einem Magazin oder Buch; es ausschneiden und ablegen. Vielleicht korrespondiert es mit einem anderen Bild, mit einem anderen Foto und schafft so etwas Neues. Davon handelt der Reiz des Collagierens. Ohne Hemmungen mit den Materialien zu spielen: Probieren, verwerfen, aus Vorhandenem neue Bildwelten schaffen. Sich treiben lassen, Gewohntes, ja die Wirklichkeit selbst infragestellen, Niegesehenes schaffen, Ordnungen zerstören, in surrealen Traumwelten neue erschaffen. Radikal. Anarchisch. Kompromisslos. Mit Schere und Klebstoff die Grenzen der Fantasie ausloten. Werbung konterkarieren. Aussagen treffen oder Nichtssagendes, aber trotzdem Ansprechendes: Storytelling mit Farben und Formen, mit Übermalungen, Frottagen (Durchschreibverfahren)  und Grattagen (Abratzverfahren) Eine Kunstgattung mit Bildgeschichten jenseits der Malerei, die von den Hervorbringungen an das Surreale rührt. Für Max Ernst, einem Mitbegründer des Dadaismus, ist Collagieren nichts anderes als ” die systematische Ausbeutung des zufälligen oder künstlich provozierten Zusammentreffens von zwei oder mehr wesensfremden Realitäten auf einer dazu geeigneten Ebene.”

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