17 Jan. Der Schmetterling
Der rote Schmetterling
Auf den Kopf fiel mir der Himmel
Tief in sonnenlose See
Die stuckverzierte Decke war aus Eis
Und unterm Bett
Und unterm Bett
Lag Schnee
Ein giftig roter Schmetterling
tanzt vor mich her
Und vor mich hin
In eines dichten Dschungels Grün
In eines dichten Dschungels Grün
Ich folgte
Und ich jagte ihn
Im Traum
im Wachen jagt ich ihn?
Es war ein Traum nur
Aber wirklich
Wirklich wie nur Träume sind
Im nächsten Bild
War eine Tür
In seinem Rahmen
In seinem Rahmen
Stand ein Kind
In seinem Wachhemd
stand es da
Am Rand der Nacht
Ganz klein
und nahm mich an der Hand
Dann bin ich aufgewacht
Verstand die Sprache nicht
Und war so fremd in meinem Land
Ein Fremder
selbst in meinem Land
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Ruth Thurnher
Posted at 12:39h, 04 FebruarSehr schönes Gedicht zu einen Traum. Die Kälte wird durch den giftigen Schmetterling noch übertroffen. Aber du jagst den Schmetterling und nicht er dich, du hast das Sagen in dem Traum. Das Kind am Rand der Nacht empfinde ich als sehr positiv und beruhigend. Es weiß, was zu tun ist und führt dich. Das innere Kind agiert im Unterbewusstsein, Erfahrungen und Emotionen aus der Kindheit prägen uns ein Leben lang.
Helmut Hostnig
Posted at 15:31h, 07 FebruarDanke liebe Ruth. Ja, du hast recht. Diese Prägung wollte ich thematisieren.
Mai
Posted at 12:22h, 18 JanuarWie schön, voller Sehnsucht, der Klang nach Leben und Leichtigkeit. In Bulgarien bedeutet ein Kind im Traum Sorgen.
Liebe Grüße, ich war in Spanien u.a. Barcelona.
Maiada
Helmut Hostnig
Posted at 19:23h, 19 JanuarDanke liebe Maiada fürs Lesen, Hören und Kommentieren