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Gezeiten

Gezeiten
isla negra, Chile

Ich habe heute das meer gesehen

Nach soviel wüste und zeit

Ich habe gehört, wie die winde wehn

Und auch wie die möwe schreit

Habe den wellen zugeschaut,

Wie sie die felsen umwarben

Das meer wie ein mann, das ufer die braut

Wie sie sich küssten und starben

Kommen und gehen wie ebbe und flut

Das leben hat seine gezeiten

Ich blas in die asche und blas in die glut

Und schau in die endlosen weiten

Ich habe heute das salz geschmeckt,

Ich saß im regen der gischt

Ich glaube, ich habe das leben entdeckt:

Wie ein stern geht es auf, wie ein stern und erlischt

Ich schloss die augen und hörte zu

Dem donner der brandung, dem möwenschrei.

Dem zischen und tosen, dem kukeruku,

War wolke und welle, war möwe und frei.

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