Reise von Freund zu Freund

Lange habe ich dieses Vorhaben hinausgeschoben, eine Reise in die Vergangenheit anzutreten und die Menschen aufzusuchen, von denen ich nur hoffen konnte, dass sie über all die vielen Jahre, in denen ich mit ihnen kaum oder keinen Kontakt mehr hatte, meine Freunde geblieben sind.

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Gibt es Schoeneres als ein Reisen von einem Freund zum naechsten, in Gespraechen Erinnerungen aufzufrischen, Bruecken zu schlagen von Damals ins Heute, und die Luft zu schnuppern, in welcher sie leben?
17 Jahre sind ins Land gegangen, seit ich – fuer die Dauer eines Jahres freigestellt von der Schule – in Grenoble war. Auf dem Weg dorthin – die Autobahnen meidend – fand ich Unterkunft und herzliche Aufnahme in Zuerich, Montricher (frz. Schweiz) und Chamonix.


Vielleicht wird von vielen meine Definition von Freundschaft nicht geteilt, oder es wird die von mir als Freundschaft verstandene Beziehung als oberflächlich empfunden. Für die meisten ist wahre Freundschaft etwas, das in einem ständigen Austausch entsteht und über Jahre gepflegt werden muss, sie sich zu erhalten. Ich habe diesen Anspruch nicht. Für mich ist ein Freund jemand, dem ich einmal – und sei es vor Jahrzehnten – begegnet bin, und mir ein Gespräch erlaubt hat, das weit über Smalltalk hinausging. Ein Freund ist jemand, den ich zu schätzen gelernt habe. Da „schätzen“ von Schatz kommt, ist es einer, den ich hüten will, auch wenn die Gelegenheiten dazu fehlen. Ein Freund ist jemand, mit dem ich dort anknüpfen kann, wo unser Gespräch geendet hat – unabhängig von der Zeit und den Veränderungen, die Zeit mit sich bringt. Es ist diese Dauer im Wandel, die ich in Freundschaften suche und meistens finde; Es ist eine Reise zum Regenbogen, dessen Ursprung ein mystischer Ort ist. Ja, das ist es.

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