Dublin: Ansichten einer Stadt

Portraits von Dublin
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Es war im Trinity College, einer Stadt in der Stadt Dublin, auf dem Campus einer renommierten Kaderschmiede Irlands, wo mir, der ich lediglich the book of Kells sehen wollte, das als das schönste Buch der Welt gilt, auf eine unspektakuläre Weise klar gemacht wurde, dass ich keinen Ausweis herzeigen muss, um meine Senioriät unter Beweis zu stellen. Ohne Aufforderung bekam ich das um einen Euro günstigere Ticket, auf das ich gerne verzichtet hätte, um nicht ganz so schön alt auszuschauen, wie ich tatsächlich bin. Von seiten der an der Kassa sitzenden Frau geschah dies übrigens vollkommen ohne jede böse Absicht. Wie überhaupt die Bewohner dieser Insel sich durch Freundlichkeit und Gesprächsbereitschaft auszeichnen, wie man sie in Resteuropa kaum so ausgeprägt findet. Ratloses Herumstehen wird schnell als Frage nach dem Weg gedeutet. Dabei wird jedwede gerade ausgeübte Tätigkeit unterbrochen, Karten und Cityguides aus Manteltaschen oder Handschuhfächern hervorgezaubert, das Navy befragt, während gleichzeitig ein small-talk geführt wird, der mit dem Wetter beginnt und in Informationen mündet, die uns Einblick in daily familiy or city life gewähren. Eben haben wir von einer Frau mittleren Alters nicht nur den richtigen Weg erfahren, sondern auch, dass ihre Mutter 91 Jahre alt ist, nach einem Sturz das Gedächtnis verloren hat und seither in einem Heim untergebracht ist. Ihr Sohn arbeitet als Pilot bei Ryan Air und hat eine Wohnung in Liverpool gefunden. Immerhin, sagt sie. Hätte ja auch noch viel weiter weg sein können.

 

1 Comment
  • Ingrid
    Posted at 14:51h, 20 Februar Antworten

    Hi Helmut,

    Irland – eine wunderbare Insel! War vor 2 Jahren für 2 Wochen dort – Dublin, Donegal und Connemara – wunderbare Menschen.
    Tja, mal sehen, wie`s dort weitergeht.

    Liebe Grüße
    Ingrid

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