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Vorbei an der Festung Szümeg zum Plattensee, über Budapest und Szeged Richtung Rumänien. Wir wollen nach Arad. Dort wohnt ein Ehepaar, das meinen ungarisch-stämmigen Schulfreund eingeladen hat. Das erste Mal werde ich mit der ungarischen Tiefebene den Osten Ungarns und den eng mit der Habsburgmonarchie verknüpften Banat kennen lernen, eine geschichtsträchtige Gegend: Mongolen, Türken und die Habsburger hinterließen hier ihre Spuren. Wir nehmen eine der radial von Budapest über Szeged in den Osten der Pannonischen Tiefebene wegführende Autobahn. Von dort über die rumänische Grenze, an der man eine Vignette für 2 Wochen ersteht, sonst aber nicht kontrolliert wird. Wir sind in Transsilvanien. "Kennst du den?", fragt T. "Achtung! Achtung! Wir überfliegen eben Rumänien. Halten sie ihre Uhren fest!  Oder - noch besser - den: Treffen sich Ceausescu, Cruschtschow und der ungarische Präsident, um ein für alle Mal die Frage zu klären, wer sich im Banat früher  seßhaft gemacht hat und wem aus diesem Grunde dieser Teil der Erde zugesprochen werden sollte:  Den Ungarn oder den Rumänen. Der Vertreter Ungarns holt aus und schildert, wie die Hunnen aus den zentralasiatischen Steppen mit ihren erschöpften Pferden an einen  Teich im heutigen Banat gekommen sind, um sich auszurasten.  Am nächsten Morgen sind die Pferde verschwunden gewesen, führt er aus. Da fällt ihm Ceausescu ins Wort und sagt: Wir waren das nicht!" Noch heute schwelt dieser Konflikt und Ungarn unter Orban träumt von den Gebieten, die es verloren hat. An einem Bahnübergang ein Wärterhäuschen wie aus einem Bilderbuch des vergangenen Jahrhunderts. Ein Mann sitzt davor und schmaucht ein Pfeifchen. Dann, als der Zug vorbeigedonnert ist, kurbelt er mit der Hand die Schranken wieder hoch. [slideshow]

Ein Mann steht im Kegel eines Scheinwerferlichts. Dieses schneidet ein kreisrundes Loch aus dem Boden, auf dem er steht. Es ist wie ein Maul mit...

Gedicht und Soundtrack: Helmut Hostnig, Mai 2011
Wenig und viel: Text Es gibt die Liebe Auf den ersten Blick Es gibt die Hoffnung Und den Strick Es gibt Kopf Und es gibt Zahl Und es gibt die Qual der Wahl

Sound- und Videocollage zur Zeitmessung Produktion: Helmut Hostnig, 2011 [youtube http://www.youtube.com/watch?v=xbCxx6ig-6U&w=420&h=315] Nur Toncollage:  Listen on Posterous ...

Was zeigt man Besuchern, die für ein Wochenende nach Wien kommen? Ein bisschen Stadt, ein bisschen Umland. Da bietet sich die Wachau an, wenn das...

Produktion: RadiopolyMontage, Soundtrack: Helmut Hostnig, Mai 2011 schattenrisstheater.mp4 Watch on Posterous from...

Sie trafen sich auf einer Autobahntoilette Seite vier in einem Comicheft, Blasen sprechend, angefüllt mit heißer Luft. Wenn es nach mir ginge, sagte sie, meinte...

Es ist, wie es ist, auch wenn es so nicht sein soll, Doch wenn es so ist, wie es nicht sein sollte, kann ich etwas tun, damit es so wird, wie ich es mir wünsche, dass es sei. Sei es so oder anders.  Was zählt, ist nicht das Sein, wie ich es mir vorstelle. Die Vorstellung allein aber kann es verändern. Es zahlt sich also aus, sich vorzustellen, dass es auch anders sein könnte. Auch das zählt. Wenn ich der Wirt bin und die Rechnung mein Leben, dann bin es auch ich, der die Zeche zahlt. Nie aber werde ich eine Rechnung ohne den Wirt machen können.. Selbst wenn ich ihn um seine Zeche prelle, bei ihm anschreiben lasse, bei einem anderen Wirt anklopfe, um einen Kredit aufzunehmen:  Ich kann ihn mit Zinseszinsen zurück zahlen, ein Leben auf Pump führen, aber am Ende wird mir eine Rechnung gestellt werden mit einem Strich darunter. Ich kann also gar nicht der Wirt sein. Der Wirt ist ein Wort aus drei Buchstaben: Ein zwischen einem harten und einem weichen d eingebettetes langes ohhhh. Ich scheue mich nicht es auszuschreiben: Der Wirt heißt in Wirklichkeit Tod und ist ebenso unsterblich wie die Zeit. Er nisted sich ein, wenn Ei- und Samenzelle aufeinandertreffen. Falsch: Er hat schon vorher Platz genommen und wartet geduldig auf seine Stunde, die wir unsere letzte nennen. Wer also fragt: Wer oder Was kostet das Leben?, kann nur eine gültige Antwort erhalten, und die heißt: Der Tod. Er ist kein Kostgänger. Er ist auch kein Gast. Ein Wirt kann nicht gleichzeitig Gast sein. Ich bin sein Gast und mein Leben das Pfand, mit dem ich die Rechnung bezahle. Wenn wir auf die Welt kommen, haben wir schon bei ihm angeschrieben. Manchmal ist er großzügig, manchmal kleinlich. Es ist, wie es ist, oder kann ich wirklich etwas dagegen oder dafür tun, dass es anders kommt?