Er steht auf der Straße, auf dem regennassen Trottoir einer Allee mit kahlen Kastanienbäumen. Er trägt einen Trenchcoat und stützt sich mit einer Hand auf einen nicht aufgeklappten Regenschirm. Er denkt: ...Wer schreibt, redet nicht und wer redet, der schreibt nicht... Wo habe ich das gelesen?..., sagt aber: Finden sie nicht auch?

Als müsste ich seine Gedanken erraten können. Seine Augen erinnern mich an ein lidloses Reptil, das einer kosmischen Katastrophe entkommen ist, wie überhaupt alles an ihm, ja vielleicht sogar ihn sich selbst fragen lässt, wie es kam, dass der Tod ihn vergessen hat. Es gibt solche Menschen, die sich selbst überlebt haben und mit dieser Schuld nicht klar kommen. Er heißt Erich. Erich Schirmer. Ich habe ihn auf einem Fest kennen gelernt, auf dem ich auf eine Frau traf, die mir schon einmal begegnet war. Wo aber, wusste ich nicht mehr, und auch sie tat, als würden wir uns das erste Mal sehen. Das war vor wenigen Wochen und die Erinnerung an sie, an das Fest und an alles, was aus ihm an Verhängnisvollem hervorgegangen war, hätte ich gerne gelöscht. Selbst den Zufall von damals musste ich infrage stellen. Im Nachhinein nämlich stellte sich heraus, dass alles von langer Hand geplant und eingefädelt worden war. Jetzt aber möchte ich eines gern wissen: Wenn nämlich alle um dich herum dich für einen Mörder halten – wie lange dauert es wohl,... - und das ist keine rhetorische Frage -, bis du selbst daran glaubst?