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P1130211Ich starre auf den flackernden Monitor eines Rechners. Ohne dass ich eine Maus betätige oder einen Sprachbefehl eingebe, poppt ein Fenster auf. Es ist ein Textprogramm mit einem noch unbenannten Dokument. Der Cursor sitzt im linken Eck des Fensters und wartet auf eine Eingabe. Ich bin viel zu überrascht, um jetzt ans Schreiben zu denken. Außerdem wüsste ich weder was, noch wem; zwei unabdingbare Voraussetzungen für einen Schreibanlass. Es gibt ihn nicht, und ich will ihn auch nicht herbei zwingen. Plötzlich aber bewegen sich die Tasten des Keyboards wie von Geisterhand mit dem üblichen Begleitgeräusch. Es hört sich an wie das Klackern von hohen Absätzen auf Katzenkopfpflaster, aber es sind eindeutig Tastaturgeräusche. Und nicht nur das. Sie zaubern in einem aufreizenden Staccato-Rhythmus Buchstaben in das leere Textfeld, die sich zu Wörtern ordnen, dann zu Sätzen, die bei mir, der ich fassungslos auf den Monitor starre, ziemliches Entsetzen auslösen; das nicht nur, weil mein Computer ferngesteuert, sondern – wie ich eben lese – behauptet wird, dass über eine bestimmte Region in meinem Hirn die Kontrolle übernommen worden sei: