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Ich weiß nicht, warum, aber mir fällt es einfach schwer, die Geschwindigkeitsbeschränkungen auf den Autobahnen einzuhalten. Nicht, weil ich zuviel PS unter der Haube habe, mehr, weil mich dieser Wald an Ver- und Gebotstafeln einfach ärgert und ich sie gerne als Empfehlungen verstehe. Wenn ich also zu meiner Mutter von Wien nach Bregenz unterwegs bin, könnte ich wegen der Strafmandate genauso gut fliegen oder mir ein Taxi nehmen. Nicht so bei dieser Fahrt in den Westen und zurück. Ich will dir verraten, warum. Es macht eben doch einen Unterschied, ob es hinterhältig aufgestellte  Blechkästen sind, die blitzenderweise den Tatbestand des Fahrens mit überhöhter Geschwindigkeit registrieren, oder Menschen aus Fleisch und Blut, die in den Uniformen der Gendarmerie Verkehrssündern auflauern.

Wer in der Ägäis noch menschenleere Sandstrände sucht und in der Gluthitze ein erfrischendes Bad in einem kobaltblauen und vor allem sauberen Meer nehmen will, der findet beides und mehr in Akámas, der unter Naturschutz gestellten Nordwestspitze Zyperns, deren touristische Erschließung allerdings hauptsächlich durch russische Investoren nicht mehr aufzuhalten ist. Wir hatten Glück und fanden in der Nähe der Aphrodite Bay ein wunderschönes, von einem holländischen Ehepaar betriebenes Gästehaus, das wir leider nicht mehr empfehlen können. Es wechselt nämlich mit Septemberbeginn die Besitzer: Ein älteres Ehepaar aus England, das dort mit noch unbegrenztem Blick auf das Meer seinen Lebensabend verbringen und nicht mehr vermieten will. [slideshow]

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=HP-Pmhq11Ko&w=560&h=315] Gezeiten Ich habe heute das meer gesehen Nach soviel wüste und zeit Ich habe gehört, wie die winde wehn Und auch wie die möwe schreit Habe den wellen zugeschaut, Wie sie die felsen umwarben Das meer wie ein mann, das ufer die braut Wie sie sich küssten und starben Kommen und gehen wie ebbe und flut Das leben hat seine gezeiten Ich blas in die asche und blas in die glut Und schau in die endlosen weiten Ich habe heute das salz geschmeckt, Ich saß im regen der gischt Ich glaube, ich habe das leben entdeckt: Wie ein stern geht es auf, wie ein stern und erlischt Ich schloss die augen und hörte zu Dem donner der brandung, dem möwenschrei. Dem zischen und tosen, dem kukeruku, War wolke und welle, war möwe und frei.